Monthly Archives: October 2013

Alpakabreak

Die Hälfte unsere heutigen Tagestour haben wir jetzt hinter uns. Bis eben hab ich den riesen Monstererbus gefahren und jetzt ist Thomas dran. Wir haben auch beschlossen, dass freies Wifi ein Auswahlkriterium für die nächsten Campingplätze sein wird, weil wir bereits mehr als ein Drittel unseres Datenvolumens verbraucht haben.
Bären sind uns noch nicht begegnet, aber ich glaube wir haben zwei Adler gesehen, die sich gegenseitig verfolgten. Und während einer kleinen Zwischenpause haben wir zufällig an einer Alpakafarm gehalten. Wir hatten eine kleine Photosession und wollten gerade nen Kaffee trinken, da kam der Alpakafarmbesitzer mit seinem Truck vorbei und hat uns eingeladen seine Farm zu besichtigen. Dort gab es nicht nur kleine Alpakababies sondern auch einen Alpakahütehund, die die Herde vor Coyoten, Wölfen und Bären beschützt. Der Besitzer erzählte uns, dass zur Geburtenkontrolle die Männchen und Weibchen getrennt gehalten werden und dass alle einmal im Frühling für Wolle  geschoren werden. Thomas hat sich mit einem Alpaka und einer Katze angefreundet.
Im Moment läuft gerade der Jonny-Cash-Film-Soundtrack, was irgendwie stimmungsmäßig total passt. Hundertachtzig weitere Kilometer und wir sind in Prince George. Der Highway ist jetzt viel besser und man kann hier mit 100 km/h und Tempomat ganz gemütlich lang fahren. Wir haben noch ganz schön was aufzuholen und heute abend müssen wir mal prüfen ob wir unseren geplante Route so schaffen wie wir uns das vorgestellt haben.

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Knick im Raum-Zeit-Kontinuum aka Highways

Gestern wollten viele Geschäfte erkundet werden. Nach einer anstrengenden Shopping-Tour durch Starbucks, Safeways, Starbucks, MEC Canada, Anonymes Schuhgeschäft, BestBuy, OldNavy und TELUS haben wir die erste Nacht in unserem Wohnmobil geschlafen.

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Heute sollte uns die erste Etappe mit 350km der Gesamtstrecke von 2.500 bis 3.000 km etwas näher bringen. Der Plan für die heutige Etappe führte uns über den Highway 99. Da es sich um einen Highway handelt war die Annahme, dass wir in 3-4 Stunden mit der Strecke für den gesamten Tag am Ziel seien sollten. Die gedanktlich noch freie Zeit haben wir für einen Aufenthalt in Whistler und die Besichtigung eines Wasserfalls genutzt.

Die Annahme der Qualität eines Highways hat sich allerdings nicht bestätigt. Ein Highway ist mit einer zum Teil unbefestigten Landstrasse in Deutschald vergleichbar. Die bilderbuchartige Natur zwingt die Strasse zudem noch in zighunderte von Kurven. In diesem gilt ein Limit von 20km/h. Die Geschwindigkeit von 60km/h wurde während der Fahrt selten erreicht.

Der Tag Endet heute ca. 200km von unserem Etappziel entfernt mit 2 Stunden Verstpätung um 22:00 Uhr auf einem Campingplatz in Cash Creek.

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Vancouver

An der amerikanisch-kanadischen Grenze hat der Busfahrer die Taschen auf den Bürgersteig gestellt. Die mussten dann 20m durch ein Gebäude geschleppt werden. Der Grenzer hat die bekannten Einreisefragen gestellt und einen Stempel in meinen Pass gemacht. Thomas und Binco kamen kurz nach mir im Hotel an und nach einer kurzen Hotelzimmerverwirrung haben wir uns in die Stadt aufgemacht. Zwei Busse und ein Zug sollten uns dahin bringen. Im ersten Bus konnten wir keine Tickets kaufen, weil der nur Münzen nahm und Binco, der einzige im Besitz von Bargeld nur die großen Scheine dabei hatte. Aber der Busfahrer war super nett und fand uns wohl auch ein bisschen lustig. Jedenfalls hat er uns zwei Stationen mitgenommen und uns vorgeschlagen, dass wir uns nen Kaffee besorgen um ein paar Münzen zu bekommen.
Als wir danach in die vermeintlich richtige Richtung wanderten, kam zufällig der selbe Busfahrer wieder an uns vorbei, sah uns mit unseren drei McDonalds Kaffebechern (und Cookies), hat uns eingesammelt und an der richtigen Haltestelle raus gelassen. Ziemlich großartig und unerwartet hilfsbereit!
In Vancouver sind wir dann aus der U-Bahn Station gestolpert und haben uns zwischen großen Hochhäusern wieder gefunden.
Nach einer kleiner Odyssee gab es endlich Abendessen und gegen neun haben die Jungs im Taxi geschnubbelt (ich war ja schon ein bisschen beeindruckt wie lange sie durchgehalten haben)
Jetzt sitzen wir gerade in unserem Wohnwagen auf dem Weg nach Hope um uns Internet und Essen zu besorgen. Vielleicht werden wir Bären begegnen.

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Seattle

Die erste Person, die ich in Seattle traf war Jaque. Er war nach eigenen Angaben Ex-Navi-Seal, hatte gerade ne Operation wegen der letzten Kriegsverletzung und brauch $5,50 für den Bus. Er war sehr nett und Hilfsbereit. Er hat mir geholfen vom Bahnhof zur Light Rail (= Straßenbahn) Station zu kommen.
Zu erst war ich dort in bisschen überfordert, aber nachdem mir Cara die Couchsurfingcouchbesitzerin den Stationsnamen schickte, war es ganz einfach den richtigen Tarif und den richtigen Bahnsteig zu finden.
Cara’s zu Hause ist ungefähr einen Kilometer von der Light Rail Station entfernt und man muss einen Berg hochlaufen. Mit Sack und Pack kam ich ziemlich ins Schwitzen. Nach einem kurzen “Hi, nice to meet you” ging Cara Fußball spielen und ich machte mich auf den Weg zum Abendessen.
Das tolle daran bei Einheimischen zu übernachten ist, dass man super viele Tips über die Stadt erhalten kann.
Der erste Tip war zum Beispiel in der Reiniger Avenue South nach einer Pizzeria zu suchen. Gelandet bin ich am Ende in einem Lokal namens Royal Room, in dem ein Jazz Band live spielte. Ich weiß ja nich ob ich Jazz wirklich mag, manchmal hören sich Töne so falsch an, aber diese Band war in diesem Moment großartig. Bei den Improvisationen ging es wohl darum am schnellsten die meißten Töne zu spielen.
Am nächsten Tag haben wir gegen 9 das Haus verlassen. Cara ist los zu Arbeit und ich bin los zur Touritour.
Der erste Stop war der Pine Place Market. Das ist ein riesiges Haus über 4 Etagen voll mit kleinen Shops. Frühstück gabs da auch in einem kleinen Café mit Blick aufs Wasser.
Nach über 3 Stunden dort, hatte ich ein kleines Fotoshooting Downtown mit der Spaceneedle.
Dann ging es mit dem Bus nach Fremont, das ist laut Cara eine hippe Gegend. Ich bin leider etwas zu früh ausgestiegen, weshalb ich 1,5 Stunden durch sowas wie ein Industriegebiet laufen musste, in dem es ganz viele Autoreparaturfirmen gibt, aber keine Fußgänger. (Ich glaube Sie meinte Ballard da bin ich jedenfalls hin gelaufen)
Abends hab ich Cara dann noch in die Pizzeria eingeladen, die ich den abend davor nicht gefunden hatte.
Alles in allem ist Seattle sehr schön und meine erste Couchsurfingerfahrung war sehr positiv und ich hab nur einen Teller kaputt gemacht.

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